Verein für pädagogische Initiativen und Kommunikation e.V.

Es wird gefiedelt, geflötet, gesungen und getanzt

Foto: Matthias Jahr

Seit Neurophysiologen und Musikpädagogen auf die positiven Transferwirkungen des Musizierens hinwiesen und Hans Günther Bastians Langzeitstudie „Musik(erziehung) und ihre Wirkung“ für Diskussionen sorgte, boomt die musikalische Früherziehung. Rhythmusgefühl und Motorik werden in frühster Kindheit geschult, Gelegenheiten zum spontanen Ausdruck werden geschaffen und Interesse an Musik und musikalischem Tun wird geweckt.

Der Verband deutscher Musikschulen führte eine Studie mit 205 sechsjährigen Kindern durch, die zwei Jahre lang die Musikalische Früherziehung durchlaufen haben.

Hierbei ist anzumerken, dass gut die Hälfte der Kinder in Kindertageseinrichtungen und von einer Lehrperson unterrichtet werden, die das Fach nicht studiert, aber eine einschlägige Weiterbildung besucht hat.

Fast die Hälfte aller Eltern beobachten, dass ihre Kinder aus Musikalischer Früherziehung auch für musikunabhängige Bereiche der Persönlichkeit profitieren konnten. Zudem übertreffen sie andere Sechsjährige deutlich in punkto Präzision und Kreativität.

Der zentrale Schwerpunkt bei der musikalischen Früherziehung ist die bestmögliche Förderung der Intelligenz und Begabung des Kindes, aber auch das Forcieren des kreatives Verhaltens und der Sozialkompetenzen der Kinder. Auf spielerische Art und Weise werden Kinder an das Singen, die Instrumente und die Formen der Musik herangeführt. Dabei sollen sie ein offenes Verhältnis zu verschiedener Musik erfahren und bewahren und ein Bewusstsein für verschiedene Klangfarben, Tonstärken und Tonhöhen entwickeln. Die Kinder erleben im Rahmen der musikalischen Früherziehung den Unterschied zwischen Musik machen und Musik hören.

Obwohl die Musik im Vordergrund steht, soll letztendlich eine ganzheitliche Förderung der Kinder erreicht werden.

Ein wichtiger Punkt in diesem Zusammenhang ist die (geübte) Improvisation und Assoziation, die Kinder schließlich auch mit aktuellen Lebenssituationen besser umgehen lassen. Töne, Geräusche und Musik werden mit dem täglichen Leben der Kinder in Beziehung gebracht, z.B. Regentropfen (Trommeln), Vogelgesänge (Flöten). So verbinden die Kinder Töne, Musik mit ihrem Leben.

Die Musikalische Früherziehung gliedert sich in folgende Einheiten:

* Bewegung

* Stimme und Sprache

* Musik hören

* Musik machen

* Improvisieren und Musik erfinden

* Musiklehre

* Sozialverhalten

Wer aus dem weiten Meer der musikalischen Spielmöglichkeiten und Ideen noch weitere neue Anregungen schöpfen möchte und evtl. einen Erfahrungsaustausch sucht, ist herzlich eingeladen, bei diesem Vertiefungsseminar „Musikalische Früherziehung“ am 31. Januar 2013 teilzunehmen, für das auch gern im Vorfeld spezielle Wünsche geäußert werden dürfen. (Für diese Veranstaltung kann Weiterbildungsurlaub nach dem BFQG Schleswig-Holstein beantragt werden.)

Ab dem 07. März 2013 findet bei Pädiko der reguläre Kurs "Musikalische Früherziehung" statt (Dreitägig).

Veröffentlichsdatum: 03.12.2012 15:34

Ansprechpartner: Pädiko e. V. , presse@paediko.de,

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