Verein für pädagogische Initiativen und Kommunikation e.V.

Gesellschaftliche Entwicklung fordert Jugendarbeit heraus

In unserer hochtechnisierten und sich wandelnden Gesellschaft entstehen neue Belastungsrisken. Durch veränderte demographische Entwicklungen, schwierige Familienkonstellationen, problematische Arbeitsmarktlage und wachsenden Anteil von Alleinerziehenden sind vermehrt Jugendliche stark belastet. Sie reagieren, wie aus der Jugendarbeit und Jugendhilfe längst bekannt, zunehmend mit auffälligem Verhalten und Erkrankung.

Kultusministerin Dr. Annette Schavan appellierte an alle Beteiligten, ein besonderes Augenmerk auf die Förderung und helfende Begleitung verhaltensauffälliger Kinder und Jugendlicher zu richten: "In unserer Gesellschaft wachsen Kinder heute zum Teil unter schwer verkraftbaren Bedingungen auf. Kinder und Jugendliche, die Schwierigkeiten machen, leben zumeist in schwierigen Verhältnissen. Aus pädagogischer Sicht sind sie Abhängige ihrer Verhältnisse und nicht Schuldige an ihrem Verhalten. Wir müssen alles tun, um Ihnen eine faire Chance zu geben, ihre Persönlichkeit und ihre Talente zu entwickeln. Gerade in Zeiten eines rasanten gesellschaftlichen Wandels darf niemand zum Moderni-sierungsverlierer werden." (Quelle: „bildungsklick.de“)

Laut Gesundheitsberichterstattung zeigen BGS98-Befunde, dass 60% aller Angststörungen bereits vor dem 21. Lebensjahr auftreten. Spezifische Phobien treten bereits ab 16 Jahren auf. Mit Depressionen geht es bereits früher los: Laut Berichterstattung auf Welt online sind rund ein Prozent aller Kinder schon im Vorschulalter depressiv: Von leichteren Verstimmungen, bis hin zu schweren Depressionen. Im Grundschulalter sind dann bereits zwei Prozent betroffen, in der Pubertät steigt die Zahl der depressiv erkrankten Kinder auf drei bis 10 Prozent an.

Wirft man einen Blick auf ADHS Statistiken, so liest man, dass ADHS bei Kindern erstmals im Alter von drei Jahren auftritt, es jedoch nicht vor sechs oder sieben Jahren diagnostiziert wird. In den letzten Jahren stieg die Anzahl der Kinder, denen ADHS/ADS oder HDS diagnostiziert wurde epidemieartig an. 2009 waren es weltweit bereits ca. 20 Millionen Kinder und Jugendliche.

Bei all den bereits genannten Krankheiten handelt es sich um keine Bagatell-Erkrankung! Meist treten sie früh im Leben auf und verlaufen ohne Behandlung größtenteils chronisch.

Für alle Interessierten, vor allem MitarbeiterInnen aus der Jugendarbeit und Jugendhilfe, bieten wir fünf thematisch unterschiedliche Tagesseminare an. Sie sollen die Fähigkeit vermitteln, die Jugendlichen liebevoll in das Erwachsenwerden zu begleiten und zu entlassen. Vermittelt werden Grundlagen der Persönlichkeitsentwicklung, Beziehungsthemen wie Liebe und Sexualität, Kenntnisse zu möglichen Gefährdungen durch Suchtverhalten und psychische Erkrankungen und die Dynamik bei Erreichen der Volljährigkeit.

Am15. April 2013 startet die Weiterbildungsreihe „Jugendliche liebevoll begleiten“. Weitergehende Informationen sind im Netz oder telefonisch unter der Telefonnummer 0431-9826390 zu erhalten.

Veröffentlichsdatum: 18.03.2013 11:09

Ansprechpartner: Pädiko e. V., presse@paediko.de,

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