Verein für pädagogische Initiativen und Kommunikation e.V.

PROJEKTE MIT KINDERN - BLICKE HINTER DIE KULISSEN



Verkleidungszeit

Jahreszeiten | Carina Schrapers (presse@paediko.de) | 09.11.2011 14:24

Im Morgenkreis wird der Start der Verkleidungszeit verkündet und schnell wird klar, dass alle Kinder ganz individuelle Prioritäten haben:

"Wisst ihr was? Hier im Kindergarten beginnt nun wieder eine ganz besondere Zeit, hat jemand eine Idee, welche Zeit ich meine"

"Ähm, vielleicht die, ?die, die Verkleidungszeit?!"

"Ja, genau, für uns beginnt nun die Verkleidungszeit. Wer weiß denn noch aus dem letzten Jahr, was alles anders ist?"

"Na jetzt können wir uns immer verkleiden, es heißt ja auch schließlich Verkleidungszeit!"

"Genau, wir können jeden Tag in die Verkleidungsecke."

"Dürfen wir auch jeden Tag etwas von zu Hause mitnehmen?"

"Ja, aber natürlich nur eine Verkleidung."

Alle stimmen nickend zu.

"Und was gibt es außer Verkleidungen noch in der Verkleidungsecke?" 

Alle: "Schminke!"

Den Tag über freuten wir uns sehr, dass die Zeit des Verkleidens begonnen hat und setzten dieses gleich in die Tat um, um nach dem Frühstück die Kostüme und Schminke für uns zu erobern! 

 

 

"Heute bin ich Graf Dracula, weil wir grad Vampire spielen. Das ist der stärkste Vampir in der ganzen Welt!"

 

 

"Ich möchte ein Babyvampir sein, äh, ich brauch ein bisschen Blutpunkte, kleine Zähne und ein bisschen Blut, was runter läuft, weil ich grade einen Menschen gebissen habe!"

 

 

"Ich bin ein Drache, weil ich schon einen Drachenhelm gebastelt habe. Drachen können heißes Feuer spucken und sind böse und ganz böse, aber ich bin natürlich ein lieber Drache! Es gibt ja zum Glück zwei Arten: böse und liebe Drachen!"

 

 

"Ich bin eine Jahreszeitenprinzessin und mache das Wetter. Bald wird es wärmer!"

 

 

"Ich möchte ich bleiben, nur mit türkisen Lippgloss, weil ich das schön finde!"

 

 

Wege

Projekte | Carina Schrapers (presse@paediko.de) | 31.08.2011 12:44

Die Tür ist geschlossen...

Am Montagmorgen ist in der Kita noch alles in bester Ordnung. Die Kinder gehen wie an jedem anderen Tag in ihre Gruppe. Auch an diesem Montag findet für alle im Bewegungsraum die Kinderkonferenz statt. Nichtsahnend treffen sich die Kinder. Doch was ist das, nach der Kinderkonferenz ist etwas anders. 

Die Kinder können nicht zum Händewaschen oder gemeinsam in die Gruppe gehen. Denn: Die Gruppentür ist verschlossen. Auch die Gruppentür der Froschgruppe ist abgeschlossen! Alle wundern sich und beginnen langsam zu überlegen, wie sie nun in den Gruppenraum gelangen können.

Da entdecken sie an der Gruppentür ein Plakat, auf dem geschrieben steht:

„Die Tür ist verschlossen, doch seh` dich mal um!"

"Wege entstehen, indem wir sie gehen…“

Einen anderen Weg in den Gruppenraum finden, dass muss die Lösung sein. Alle überlegen, welcher Weg sie noch in die Gruppe führen könnte. „Wir könnten durch die große Tür und dann von hinten über die Terrasse gehen.“

Gesagt, getan alle Kinder der folgen nach draußen in den Garten, um über die Terrasse in den Gruppenraum zu gelangen. Das Problem ist nur, die Terrassentür ist ebenfalls abgeschlossen. Was nun? „Wir können ja durch den kleinen Raum gehen.“ und zeigt in Richtung Atrium/Malatelier.

Auch die Kinder der Sternengruppe sind auf die Idee gekommen durch das Atrium zu gehen, um vom Malatelier in die Gruppe gehen zu können. Gemeinsam haben die Kinder einen alternativen Weg in ihre Gruppe gefunden.

Welchen Weg wählst du?

Als die Kinder am Dienstagmorgen in den Kindergarten kommen, ist im oberen und unteren Atrium alles anders. Das obere Atrium ist mit vielen bunten Luftballons, und das untere Atrium ist mit Absperrbändern versehen. An den Gruppentüren hängen neue Schilder, auf denen steht: 

„Die Tür ist nicht mehr zu, doch welchen Weg wählst du?“

Die Kinder sind sofort sehr motiviert, durch das mit Luftballons bestückte Atrium zu laufen. Auch das untere Atrium übt auf die Kinder einen gewissen Reiz aus hindurchzulaufen. Allerdings betonen einige, dass der Sinn von Absperrbändern, das Verbot etwas zu betreten sei.

„Da ist abgesperrt, da darf man nicht durch!“ Doch für alle ist der Reiz zu stark und sie probieren verschiedene Möglichkeiten aus, um trotz der vielen, verwirrten Absperrbänder hindurchzukommen. „Über das Band kann man auch rüber steigen.“ oder „Das ist witzig!“ hört man die Kinder sagen.

Nach einer Weile entsteht ein neues Wettspiel. Wer kommt am schnellsten durch das Atrium hindurch, dabei dürfen die Bänder berührt werden.

Auch die Luftballons üben auf die Kinder den Reiz aus hinunter durch zu klettern.

Zwieback

Impressionen | Carina Schrapers (presse@paediko.de) | 04.06.2011 10:18

"Wollt Ihr auch einen Zwieback?"
„Nein danke, ich bin nur durstig!“

Die Welt ist nicht nur Deutschland

Ferien | Carina Schrapers (presse@paediko.de) | 18.05.2011 14:47

Ermuntert durch die Urlaubsrückkehrer der diesjährigen Ostersaison wurden im Morgenkreis Urlaubserlebnisse ausgetauscht. Dabei wurde uns allen schnell klar, dass die Welt laut Tom ganz schön groß sein müsste, wenn dort alle Länder einen Platz finden sollten. Deswegen würde man es auch nicht schaffen, alle Länder der Erde zu besuchen. Das war vielen schlüssig, doch um ein genaueres Bild von der Welt zu bekommen, hatten wir die Idee in den Atlas zu schauen, um uns diesem gar unerklärlichem Phänomen visuell zu nähren. Denn wir kennen Kiel. Und wir wissen natürlich auch, und dass man mit dem Flugzeug fliegen kann. Aber wie das nun alles zusammenhängt, ist wirklich nicht ganz einfach. 

Dennoch haben wir uns auf den Weg gemacht, unseren gedanklichen Horizont zu erweitern, und dass ist gar nicht so einfach, denn ?wie soll man wissen, wo etwas ist, wenn man es gar nicht sehen kann??  ?Das muss man sich vorstellen". Doch ?das ist ganz schön schwierig!. Aber eines konnten wir Zusammenfassung begreifen: ?Die Welt ist nicht nur Deutschland!?

Seither lassen sich im Gruppengeschehen immer wieder Dialoge, Überlegungen und Thesen der Kinder beobachten, die uns die Welt ein Stück weiter erschließen lassen. Man muss nur genau hinhören?

„Wenn ich immer in`Urlaub fahre, muss ich abends aufstehen. Manchmal kommen auch die Omas mit. Wir fahren nach ähm, …nach, …nach, …Bayern

"Das ist in Deutschland?" 

"Ich glaube. Aber man muss ganz lange mit dem Auto fahren. In Bayern, da sind wir hochgegangen und dann konnten wir von oben nach unten gucken."

 

 

 

„Ich flieg morgen auf Mallorca. Das ist richtig warm da, viel wärmer als hier. Ich war schon mal da. Da war ein ganz großer Pool und wir haben immer Handtücher bekommen. Da war nämlich sogar ein Hotel! Wir fliegen immer mit dem Flugzeug. Ein Strand gibt es da sogar auch und ein Meer. Nur das Wasser durfte man nicht aus dem Hahn trinken.“

 

 

Mallorca ist eine Insel glaub ich, denn wenn man auf einer Insel ist, dann hat man rundherum Wasser.

 

 

"Mallorca, da war ich auch grade. Mallorca ist glaub`ich in Spanien. Da kann man hinfliegen!"

 

 

Lanzarote

"Ich war auf Lanzarote. Da war ich auf einem Pferd. Mein Bruder war auch auf einem Pferd. Wir ham` auch gebadet, das war vor unserem Haus. Wir sind da mit`m Flugzeug hingeflogen. Auf Lanzarote scheint immer die Sonne!"

Türkei

"Ich geh`in die Türkei und geh`auch mal ohne Schwimmflügel ins Wasser. Das ist bestimmt ganz warm da, denn da ist ja Wasser, wo man schwimmen kann. Und im Dunkeln sieht man immer Sterne!"

Deutschland

"Ich war auf einem Bauernhof. In Cismar. Das war schön da. Maja kennt das auch, die war uns besuchen. Da gibt es ganz viele Tiere. Aber die gibt es hier ja auch. Cismar ist aber ja auch Deutschland, so wie der Harz. Da war ich auch schon."

Harz 

"Im Harz ist es auch schön, da kann man auch mal hinfahren. Da gibt es Berge."

"Ja! Ich war auch schon im Harz! Da kann man gut Schlittschuh laufen. So mit Eisbären und Pinguinen zum festhalten."

Kur

"Ich war auch schonmal im Urlaub, das hat aber nicht so lange gedauert. Ich war in einem Raum, da war ein Schrank drinnen und da konnte man seine Schuhe reinstellen. Und dann gab es dort noch ein Hochbett. Das war in Deutschland nämlich, ähm, das hieß da, ähm, Kur!"

Preetz 

"Ich war schonmal in Preetz. In Preetz gibt es auch einen Strand. Preetz ist in Deutschland. Da kann ich nämlich auch Urlaub machen -  bei Oma und Opa! Preetz ist ein bisschen weit weg."

"Pretz kenn`ich auch, da kann man bestimmt auch mal schön Urlaub machen!"

Frankreich

"Wir sind mit`m Zug nach Frankreich gefahren. Da ist man ganz schön lange gefahren, ?ähm?zehn Stunden! Das Wetter war super gut - immer Sonne, nie Schatten! Viel Wasser. Da hab` ich sogar eine Kniebombe ins Wasser gemacht! In Frankreich gab es sogar ein Restaurant!"

Hey, ne Schwebfliege!

Tiere | Carina Schrapers (presse@paediko.de) | 05.05.2011 11:47

Seitdem die Jungs in der Gruppe ein Mottenskelett gefunden hat, ist das Thema Insekten für sie sehr interessant.

T: "Da ist ´ne große Nacktschnecke. Die frisst Blätter. Die hat ihr Haus verloren."

N: "Da ist ´ne Libelle!"

T:  "Die leben normalerweise am See. Hey, ne Schwebfliege. "

J:  "Schwebt meinst du."

N:  "Eine Biene, eine Biene!"

L: "Die stellen den Honig her. Die haben so kleine Fühler, 

damit holen sie den Honig raus. Hummeln machen auch Honig."

Gemeinsam entdecken die Jungs noch andere Insekten, wie den Marienkäfer, eine Hummel, eine Motte und ganz viele Grashüpfer.